Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde

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Sozial-Politscher Buß- und Bettag in der St. Peterskirche

Mittwoch, 18. November 2020,  19 Uhr

Corona - Wer zahlt die Zeche?

Die Corona-Pandemie wird als eine der teuersten Krisen in die Geschichte eingehen. Um ihre Folgen abzufedern, haben Deutschland und Europa Rettungsschirme in Milliardenhöhe aufgelegt, also Kredite, die zurückbezahlt werden müssen.

Wie aber sollen die Corona-Milliarden finanziert werden? Mit einer Vermögensabgabe für Besserverdienende, mit allgemeinen Steuererhöhungen oder durch staatliche Sparmaßnahmen, die auch schmerzhafte Einschnitte im sozialen Bereich bedeuten würden? Welche Eckpfeiler braucht eine sozial verträgliche Schuldentilgung? Wer also wird die Zeche zahlen?

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Perspektive blicken wir auf die Weichenstellungen in Nürnberg und diskutieren über Lösungswege.


Referent*innen

Elisabeth Ries
Referentin für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg

Dr. Peter Bofinger
Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg,
bis 2019 Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Ort: Peterskirche, Regensburger Straße 62
Zeit: Mittwoch, 18.11.2020 | 19.00 Uhr
Kosten: Eintritt frei

Bitte melden Sie sich an über www.evangelische-stadtakademie-nuernberg.de

 

Download: Leitet Herunterladen der Datei einFlyer

 

Flüchtlinge ertrinken lassen geht gar nicht. Punkt!

 

Diesen Satz aus der Abschlusspredigt des Evangelischen Kirchentags in Dortmund 2019 unterschreiben wir und wollen wir leben.
Vieles kann man diskutieren und darüber wird es unterschiedliche Meinungen geben:
Ob unsere Kirche ein Rettungsschiff unterstützen soll oder nicht.
Wie mit den geflüchteten Menschen umgegangen wird, nachdem sie Europa erreicht haben.
Was Entwicklungshilfe dazu beitragen kann, dass Fluchtursachen bekämpft werden.
All dies darf diskutiert werden!
Bei allem muss aus unserer Sicht jedoch der Minimalkonsens immer lauten: Unter gar keinen Umständen darf man Menschen wissentlich ertrinken lassen! Aus christlicher Sicht ist diese Forderung bedingungslos.
Natürlich ist ein Schiff keine politische Lösung. Aber bis eine solche gefunden ist, ist es ein Beitrag zu einer menschlichen Lösung aus einer diakonischen Haltung der Liebe heraus. Schutz und Hilfe für Schwächere ist eine biblische Grundkonstante. Daher können wir reden und handeln nicht trennen. Auch das gehört zu unserer Glaubwürdigkeit.

 

Stadtdekan Dr. Jürgen Körnlein im Namen der Nürnberger Dekaninnen und Dekane